Bauplan: Arbeitslosigkeit
Trotz vielfältiger und teurer Bemühungen der Bundesregierung steigt die Arbeitslosigkeit in Deutschland. Aktuell (August 2005) sind davon knapp fünf Millionen Menschen betroffen. Wer einmal arbeitslos ist, hat es schwer, wieder in den Arbeitsmarkt hineinzukommen. Gleichzeitig müssen die, die eine Stelle haben, mehr arbeiten und werden dadurch stärker belastet.
Vor allem für chancenarme Jugendliche werden die Perspektiven schlechter. Ihre soziale Integration insgesamt ist in Frage gestellt. Deshalb ist eine aktive Gestaltung des Übergangs von der Schule in den Beruf von Nöten. Für junge Menschen unter 25 Jahren muss Förderung und Qualifizierung absoluten Vorrang haben. Unter Beteiligung der Jugendhilfe sind im Zusammenwirken der Möglichkeiten von Sozialgesetzbuch II (Grundsicherung für Arbeitssuchende) und Sozialgesetzbuch VIII (Kinder- und Jugendhilfegesetz) junge Menschen in den Mittelpunkt zu stellen.
Für die nächsten Jahre ist zu beachten, dass zwar noch deutlich mehr Jugendliche auf den Arbeitsmarkt kommen als es Lehrstellen gibt. Danach gibt es aber über Jahrzehnte einen Rückgang der ausgebildeten Kräfte, so dass jetzt alles investiert werden muss, damit die Jugendlichen eine gute Ausbildung bekommen und damit eine gute Chance, in den Arbeitsmarkt integriert zu werden.
Thesen:
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Jugendberufshilfe darf durch Hartz IV nicht eingeschränkt werden.
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Die vorhandene Arbeitszeit muss gerechter auf alle Arbeitssuchenden verteilt werden. Dabei braucht es für untere Lohngruppen einen vollen Lohnausgleich, so dass die Reallöhne erhalten werden.
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Wir brauchen eine staatliche Förderung des Stellenausbaus statt eine teure Erhöhung des Drucks auf die Arbeitslosen.
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Junge Arbeitslose brauchen realistische, praxisnahe und zertifizierte Qualifizierungsmöglichkeiten statt Endlosschleifen in Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen.
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Die Attraktivität von Teilzeitstellen muss gesteigert werden.
